Rezension zum Buch „Anarcho-Syndikalismus“

Madalton: Rezension des Buchs „Anarcho-Syndikalismus. Eine Einführung in Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung“

Aus: Gaidao, Nr. 82/Oktober 2017.

In der deutschsprachigen anarcho-syndikalistischen Publikationslandschaft gehört Helge Döhring aktuell zu den aktivsten Autor*innen: In den letzten Jahren kommt er auf eine sehr beachtliche Anzahl an Buch- und Textveröffentlichungen. Die Bandbreite seiner bisherigen anarcho-syndikalistischen Veröffentlichungen umfasst Lokal- und Regionalgeschichte, geschichtliche Darstellung einzelner Zeiträume anarcho-syndikalistischer Bewegungen und Organisationen, Einzelbiographien sowie die Darstellung von Streiktheorien und wichtigen anarcho-syndikalistischen Klassikern. Einen Schwerpunkt seiner Forschung legt Döhring dabei auf die Zeit zwischen 1918 und 1933.

In seiner neuesten Veröffentlichung „Anarcho-Syndikalismus. Eine Einführung in Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung“ im Verlag Edition AV betrachtet er die anarcho-syndikalistische Bewegung aus einer internationalen Perspektive. Die Vorstellung des Begriffs „Anarcho-Syndikalismus“ und seiner Ziele sowie der geschichtliche Überblick über die Entwicklung des internationalen Syndikalismus machten etwa ein Drittel des Buchinhalts aus. Die folgenden zwei Buchtitel befassen sich mit Konzepten, Theorien und organisatorischer Praxis in den Bereichen Wirtschaft, Politik sowie Kultur und außergewerkschaftlicher Aktivitäten. Dabei bezieht sich Döhring in diesem zweiten Teil fast ausschließlich auf die Mitgliedsföderationen der „Internationalen Arbeiter-Assoziation“ (IAA) im Zeitraum von 1918 bis in die 1950er Jahre. Im Schlusskapitel gibt Döhring eine knappe Analyse der heutigen Situation des Syndikalismus innerhalb gesellschaftlich veränderter Rahmenbedingungen und skizziert Möglichkeiten und Perspektiven für die gegenwärtige syndikalistische Bewegung.

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Neu: Wissenschaft gegen den Zentralismus

Lesetipp:

Wissenschaftstheoretischer Beitrag von Ricardo Kaufer/Helge Döhring:

Wissenschaft gegen den Zentralismus – Anarchismus- und Anarchosyndikalismusforschung im deutschsprachigen Raum. Erschien in:

„Forschungsjournal Soziale Bewegungen“, Heft 1-2/2018.

Hier als pdf

Inhaltsbeschreibung:

Wissenschaft oder Forschung finde in Deutschland und im deutschsprachigen Raum, so eine weit verbreitete Annahme, vorwiegend in Universitäten und staatlich finanzierten Forschungseinrichtungen statt. Dort werde belastbare und relevante Wissenschaft betrieben. In diesem Beitrag zeigen Kaufer und Döhring auf, dass diese Annahme, trotz der quantitativen Dominanz staatlich geförderter respektive staatlich organisierter Wissenschaft, zumindest ergänzt werden muss. Jenseits zentralistisch organisierter Forschung in staatlichen Wissenschaftsapparaten gibt es im deutschsprachigen Raum eine Forschung, welche den Interessen der Forschenden als Lohnabhängige unmittelbar entspringt und auf die Überwindung gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse
abzielt.

Ricardo Kaufer/Helge Döhring: Science vs. centralism – research of anarchism and anarcho-syndicalism in the German-speaking territory (FJ SB 1-2/2018, Online Supplement FJSBplus) It is a commonplace, that university research is the only way to produce knowledge progress and innovation. Only publicly financed research would encourage new insights into the organization of societies. Kaufer und Döhring can complement this perspective on science and knowledge progress by showing that besides publicly financed research institutions self-organized research takes place. This form of citizen science we analyzed arises from the interests of working class people and aims at changing societal power and dominance relationships.

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9. Juni in Kiel: Zwei Vorträge zur Rätebewegung 1918 und zum Matrosenaufstand und der Räterepublik

Wir laden euch ein zu zwei Veranstaltungen am 9. Juni in Kiel. Es geht um die Revolution von 1918 und die Rätebewegung.

Die Rätebewegung während des revolutionären Aufstands der Matrosen und Arbeiter in Kiel (1918-1919) im ONspace um 17 Uhr:

Der Historiker Klaus Kuhl beschreibt, warum und wie sich die Aufständischen in Kiel in Räten organisierten. Die Räte eroberten die militärische und politische Macht und schufen die Grundlagen für durchgreifende Reformen. Doch die Soldatenräte konnten schließlich – insbesondere auf Betreiben Noskes – wieder abgeschafft werden. Die Ursachen dafür erläutert Kuhl in einem durch Fotos und Filmausschnitte illustrierten Vortrag.

Im Anschluss:

Vortrag von Helge Döhring im ONspace im Anschluss: 1918: Revolution ohne Revolutionäre
Ein Staatssystem bricht zusammen, und ein anderes System übernimmt das alte. Ist das eine soziale Revolution?

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Solidarität mit syndikalistischem Betriebsrat nötig

Ein Freund und Genosse benötigt solidarische Unterstützung. Die Firma, für die er seit vielen Jahren arbeitet, möchte ihn loswerden. Er ist ein sehr kritischer, unbequemer Betriebsrat, der sich seit vielen Jahren konsequent für die Interessen der Lohnabhängigen einsetzt. Deshalb gilt es jetzt großen Druck auf den Betrieb auszuüben und die Firma aufzufordern, die Kündigung zurückzunehmen.

Um ihn zu unterstützen gibt es eine Solidaritätskampagne. Wenn ihr den Genossen unterstützen möchtet, wendet euch bitte an uns. Ihr bekommt dann weitere Informationen und einen „Vordruck“ für einen Protestbrief/Protestemail.

Bitte schreibt uns an: soli@syndikalismusforschung.info

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Syfo am 1. Mai in Bremen

Traditionell beteiligt sich das Institut für Syndikalismusforschung am 1. Mai am Straßenfest des Naturfreundehauses in der Buchtstraße in der Bremer Innenstadt. (Straßenbahnlinien 2,3 und 10, Haltestelle Domsheide). Wir sind ab 10 Uhr mit einem Infotisch vor Ort und freuen uns auf nette Gespräche mit bekannten und unbekannten Gesichtern.

Das nebenstehende Bild zeigt übrigens das Denkmal zu Ehren der ermordeten anarchistischen Haymarket-Arbeiter auf einem Friedhof in Chicago. Am 1. Mai gedenken die geschichtsbewussten Arbeiterinnen und Arbeiter der ganzen Welt an diese Märtyrer der arbeitenden Klasse, die im Kampf für den 8-Stunden Tag und eine von Kapital und Staat befreite Gesellschaft hingerichtet worden sind.

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Abonniert den Syfo Newsletter

Wer ihn noch nicht abonniert hat, kann ihn hier einsehen, probeweise zum gratis Abonnieren natürlich. Syfo Newsletter 11 vom April 2018.

Kurze Berichte zu Syfo-Veranstaltungen in:

Jena und Potsdam

Ankündigungen von Syfo-Veranstaltungen in:

Trier, Mainz, Bern und Freiburg

und etwas Diskussion für die Freunde des konstruktiven Streitgesprächs.

Und jetzt wieder: Ab in die Sonne!

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20.-22. April 2018: Syfo in Freiburg

Das Institut für Syndikalismusforschung beteiligt sich an diesem Wochenende an der Anarchistischen Buchmesse im sonnigen Freiburg im Breisgau. Kommt vorbei und genießt den Frühling:

https://buchmessefreiburg.blackblogs.org/

 

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