Vor 100 Jahren

Mai 1922 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv

Fündundzwanzig Jahre Freie Arbeiter-Union Deutschlands (Syndikalisten)

Kongreßprotokolle der FVdG und FAUD

Mit dem 17. Mai 1922 sind es 25 Jahre, als in Halle a. S. die „lokalorganisierten oder auf Grund des Vertrauensmännersystems zentralisierten Gewerkschaften Deutschlands“ zu ihrem ersten Kongreß zusammentraten, zu dem Zweck, eine, alle einzelnen isoliert dastehenden Lokalorganisationen usw. zu einem geschlossenen Bund zusammenzufassen. Dieser Kongreß machte sich schon aus dem Grunde notwendig, weil seit dem Kongreß in Halberstadt 1892, der erste, den die Generalkommission für die Zentralverbände einberufenen, die Vernichtung der Lokalorganisationen ausgesprochenen und für die deutsche Gewerkschaftsbewegung den strengsten Zentralismus proklamiert hatte. Aber nicht nur dies allein hätte schon weit früher die Einberufung eines solchen oben erwähnten Kongresses, wie erst 1897 notwendig gemacht. War doch mit dem Bestreben, die Gewerkschaften in Deutschland in Zentralverbände zu organisieren verbunden, alle Aufklärung in den Versammlungen über öffentliche und politische Angelegenheiten und ganz besonders ein Einwirken auf diese durch die Gewerkschaft, aufzugeben und sich lediglich auf den Tageskampf um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen einzustellen.

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Vergriffenes Syfo-Jahrbuch von 2016 online

Einige unserer Jahrbücher „Syfo – Forschung & Bewegung“ sind mittlerweile vergriffen. Der Verlag Edition AV und das Institut für Syndikalismusforschung haben sich daher dafür entschieden, diese vergriffenen Ausgaben kostenlos im Original-Layout auf dem Syfo-Blog allen Interessierten zugänglich zu machen. Unsere Jahrbücher behandeln die oft wenig bekannte „Geschichte von unten“, historische Ereignisse, bringen neue Studien, lassen interessante Menschen und ihre Themen zu Wort kommen und stellen neue Veröffentlichungen vor. Das alles und noch viel mehr findet sich verbunden mit den Prinzipien von Selbstorganisation, solidarischer Zusammenarbeit und einem anarcho-syndikalistischen Standpunkt.

Nach dem Jahrbuch von 2014 folgt hier Syfo-Forschung & Bewegung Nr.6 von 2016. Hier als PDF (116,6 mb)

Inhaltsverzeichnis

„Nachgefragt“ – Menschen, Projekte und Veranstaltungen
Interview mit dem bahoe-Verlagskollektiv Wien.

„Am Maschendrahtzaun“ – Neues von den Nachbarn
KurzInfo: Gustav-Landauer-Initiative in Berlin.
Freizeit, Sport, Gedenkkultur: Die „Schwarz-Roten BergsteigerInnen“ aus Sachsen.
Neues vom „Anarchiv“.

„Lörzu“ – Neues vom Institut
Von unseren Aktivitäten.
Rudolf Rocker in Edition Syfo #6.
Zum Reformationsjahr 2017: Thomas Müntzer!

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Heraus zum 1. Mai 2022

Liebe Freund:innen und Genoss:innen. Dieses Jahr ist das Institut für Syndikalismusforschung wieder mit einem Infostand auf dem traditionellen Buchtstraßenfest in der Bremer Innenstadt vertreten. Wir sind dort ab 11:00 Uhr. Bücher, Informationsmaterialien, die neue Ausgabe der BUNĂ sowie die Studie zu den „Konflikten und Niederlagen des Syndikalismus in Deutschland“ liegen bereit. wir freuen uns auf ein Wiedersehen und interessante Gespräche.

Dieses Jahr gibt es eine Fülle an anarcho-syndikalistischen und anarchistischen Aktivitäten rund um den 1.Mai. Einen guten Überblick findet ihr auf dem Anarchismus.de-Blog: https://anarchismus.de/blog/heraus-zum-anarchistischen-1-mai-2022

Euch allen einen erfolgreichen und guten 1. Mai.
Für den selbstbestimmten 24-Stunden-Tag!

Euer Institut für Syndikalismusforschung

Vine pe 1. Mai 2022

Dragi prieteni și tovarăși. Anul acesta, Institutul de Cercetare a Sindicalismului este din nou reprezentat cu un stand de informare la festivalul tradițional Buchtstraße din centrul orașului Bremen. Vom fi acolo de la ora 11. Sunt disponibile cărți, material informativ, noua ediție a BUNĂ și studiul despre „Conflictele și înfrângerile sindicalismului în Germania”. Așteptăm cu nerăbdare să ne revedem și să avem conversații interesante.

Anul acesta există o bogăție de activitate anarho-sindicalistă și anarhistă în jurul Primului Mai. Puteți găsi o prezentare generală bună pe blogul Anarchismus.de: https://anarchismus.de/blog/heraus-zum-anarchistischen-1-mai-2022

La mulți ani de 1 Mai tuturor.
Pentru o ziua autodeterminată de 24 de ore!

Institut für Syndikalismusforschung dvs.

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In Kürze erscheinen die Kampfgeister

Nachrichten, Berichte, Forschungsergebnisse, Interviews, Besprechungen u.v.m.

Die Kampfgeister sind hervorgegangen aus dem Jahrbuch des Instituts für Syndikalismusforschung „Syfo – Forschung & Bewegung“ (2011-2020) und der „BUNĂ – Zeitschrift für Befreiung & Emanzipation – nicht nur in Rumänien“ (2014-2022).

Die Kampfgeister erscheinen als Druck- und als Digitalausgabe.

Bestellungen und Abo über: info(@)syndikalismusforschung.info

Online unter: syndikalismusforschung.wordpress.com/kampfgeister

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Vor 100 Jahren

April 1922Dokumente aus dem Syfo-Archiv

Peter Maaßen (Uerdingen):

Die Kirche ist überflüssig und gemeingefährlich

Über dieses Thema ist schon viel gesprochen und geschrieben worden. Auf einer Generalversammlung der Ortsgruppe Uerdingen der Freien Arbeiter-Union wurde der Beschluß gefasst: „Mitglieder der Ortsgruppe sollen nicht mehr Anhänger der Kirche sein.“ Die Karenzzeit wird auf sechs Monate nach der Beschlußfassung festgesetzt. Für neueintretende Mitglieder auf sechs Monate vom Tage ihres Eintrittes in die Organisation: Der Antrag wurde gegen sieben Stimmen angenommen.

Natürlich wurden auch Einwendungen gegen diesen Beschluß erhoben: „Man zerstöre damit die Organisation, der Beschluß sei von schwerer Bedeutung, er sei verfrüht usw.“ Dazu möchte ich sagen, dass dieser Beschluß reinigend wirken wird, und dass er drei Jahre zu spät kommt. Wer da glaubt, sich Syndikalist nennen zu dürfen, der muß doch die Kirche als überflüssig erkannt haben. Man mag aber über den Beschluß denken, wie man will, er besteht für eine Organisation unserer Geistesrichtung zu Recht. Wir wenden uns scharf gegen den Militarismus und gegen die gesetzlichen Betriebsräte. Mitglieder politischer Parteien dürfen nicht mehr gleichzeitig Mitglieder unserer syndikalistischen Organisation sein. So verlangen wir nun das gleiche von den Anhängern der staatlichen Kirchen. Man wirft uns vor, dass die syndikalistische Organisation eine Massenbewegung sei.

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Neuerscheinung: Konflikte und Niederlagen des Syndikalismus in Deutschland

Der Syndikalismus in Deutschland hatte unterschiedliche Gegner, die sich teilweise die Klinke in die Hände gaben. Neben den jeweiligen Staatsgewalten, den Kirchen und dem Kapital traten vor allem die sozialdemokratischen Zentralgewerkschaften sehr effektiv auf den Plan. Sie stoppten in Eintracht mit Staat und Kapital die Entfaltung syndikalistischer Organisationen. Hinzu kamen kommunistische Anfeindungen und organisationsinterne Streitigkeiten. Dadurch hatten die Nazis leichtes Spiel, die kärglichen Reste der syndikalistischen Arbeiterbewegung zu zerschlagen. Der „Terror der Zentralgewerkschaften“ setzte dem freiheitlichen Sozialismus in Deutschland am meisten zu und schuf erst die Grundvoraussetzungen, die Arbeiterschaft dem Faschismus hilflos auszuliefern.

Inhalt:

1. Syndikalismus vor 1918

2. ADGB-Terror gegen Syndikalisten 1919/20

3. Komm in die Sowjetunion! Sozialistische Kehrtwenden

4. FAUD-Opposition

5. Syndikalisten und Anarchisten in deutschen Konzentrationslagern 1933 bis 1945

6. Ursachen der Stagnation

7. Dokumente

8. Liste von Ortschaften mit Ortsvereinen der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (1918-1933)

9. Quellen- und Literatur

Helge Döhring: Konflikte und Niederlagen des Syndikalismus in Deutschland, Verlag Edition AV, 2022
225 Seiten – 18 Euro – ISBN 978-3-86841-237-6,
Bestellungen an:
editionav@gmx.net

Vorwort

„Wie konnte das deutsche Volk den nationalsozialistischen Verbrechern nachlaufen? Nur weil das deutsche Volk schon seit jeher auf das Führerprinzip eingestellt war. Hitler brauchte nur anzuknüpfen.“(1) (Wilhelm Schroers)


Buch der Forschungsansätze

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Vergriffenes Syfo-Jahrbuch von 2014 online

Einige unserer Jahrbücher „Syfo – Forschung & Bewegung“ sind mittlerweile vergriffen. Der Verlag Edition AV und das Institut für Syndikalismusforschung haben sich daher dafür entschieden, diese vergriffenen Ausgaben kostenlos im Original-Layout auf dem Syfo-Blog allen Interessierten zugänglich zu machen. Unsere Jahrbücher behandeln die oft wenig bekannte „Geschichte von unten“, historische Ereignisse, bringen neue Studien, lassen interessante Menschen und ihre Themen zu Wort kommen und stellen neue Veröffentlichungen vor. Das alles und noch viel mehr findet sich verbunden mit den Prinzipien von Selbstorganisation, solidarischer Zusammenarbeit und einem anarcho-syndikalistischen Standpunkt.

Wir beginnen mit dem Jahrbuch von 2014. Hier als PDF (26,1 MB)

Inhaltsverzeichnis

„Nachgefragt“ – Menschen, Projekte und Veranstaltungen
„Fourier ist im besten Sinne des Wortes ein Anarchist“. Interview mit Marvin Chlada über sein neues Buch .
„Die Menschen glauben zu viel“. Gespräch mit Raimund Wolfert über Bruno Vogel.

„Am Maschendrahtzaun“ – Neues von den Nachbarn
Kurz-Infos: Stolperstein, Arthur Holke, Nachlass Max Nettlau, Neueröffnung Anarchiv, Späte Zeugnisse im Register: „Akratie“, Gustav Doster, Erster Weltkrieg: Streikdokumente.

„Lörzu“ – Neues aus dem Institut
FAUD: Mit uns voran!, Buchbeitrag: Syndikalisten – Marxisten 1933-1951, Erich-Mühsam-Preis 2013, Warum IAA? Jetzt online, Edition Syfo Nummer 4 erschienen: Konflikte in der antifaschistischen Bewegung in Aragonien, Edition Syfo Nummer 5 erschienen: Die SAJD und die Bakuninhütte (1928-1933), Buchbesprechung von P. Kellermann: „Zwei Bücher von Helge Döhring zum Anarchosyndikalismus“, Rezension von P. Kellermann: Panait Musoiu und der Anarchismus in Rumänien, Syfo-Archiv: Archiveingang, Eingegangene Literatur, Drei neue Syfo-Aufkleber, Helge Döhring: Leidiger Forscherneid. Am Beispiel von Knut Bergbauer und Mitstreitern.

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Vor 100 Jahren

März 1922 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv:

Alexander Berkman

Kronstadt: Die Pariser Kommune Rußlands!

I.

Die bürgerlichen Regierungen und der Kapitalismus sind die ausgesprochenen Feinde jeder revolutionären Bewegung. Als solche haben die Arbeiter sie erkannt; als solche führten sie den Kampf gegen beide. So wußten z.B. die Pariser Kommunarden sehr wohl, daß sie von den militaristischen Gewalthabern, gegen welche sie sich erhoben hatten, weder Gerechtigkeit noch Gnade erwarten durften. Aber daß eine politische Partei, die sich selbst als revolutionär bezeichnet, daß eine Regierung, die es wagt, im Namen des Proletariats zu sprechen, den Schrei desselben Proletariats nach Gerechtigkeit und Freiheit in einem Meer von Blut ersticken sollte, – dies ist das gewaltigste Verbrechen, der heimtückischste Verrat, den die Geschichte bisher gesehen hat. Und daß die Verüber dieser Schändlichkeiten es wagen durften, diesen heroischen Versuch des Volkes für die Erringung sozialer Gerechtigkeit als Gegenrevolution anzuschwärzen und zu denunzieren, ist ein zu furchtbares Verbrechen, als daß es die Menschheit je vergeben könnte.

Ich spreche von Kronstadt. Kronstadt war in der Tat die Pariser Kommune Rußlands. Der Kreml spielte die Rolle von Versailles. Lenin war ihr Thiers; Trotzki ihr Gallifet.

1999: Faltblatt der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter Union Bremen
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„Sein Kampf war unser Kampf”

Nach und nach werden wir ausgewählte informative Beiträge aus dem Jahrbuch „Syfo – Forschung & Bewegung” hier auf unserem Blog veröffentlichen. Wir beginnen mit einem Artikel über den italienischen Anarchisten Franco Serantini aus dem Jahrbuch für 2012.

40 Jahre seit der Ermordung von Franco Serantini

Am 7. Mai 2012 jährte sich die Ermordung des italienischen Anarchisten Franco Serantini zum 40igsten mal. Er wurde von Polizisten totgeschlagen als er sich einem Aufmarsch von Neofaschisten in Pisa entgegen stellte. Seiner Ermordung folgte der Versuch der Vertuschung der Todesumstände durch die staatlichen Behörden. Ein Verhalten wie es auch genauso bei der Ermordung des bekannten Eisenbahners und Anarchisten Giuseppe Pinelli der Fall war, der am 15. Dezember 1969 in Mailand aus dem vierten Stockwerk des Polizeigebäudes auf die Straße geworfen wurde. Oder so, wie es nach der Erschiessung des Globalisierungsgegners Carlo Giuliani durch Carabinieri am 20. Juli 2001 in Genau bis heute der Fall ist. „Hat ein Anarchist aufgrund seiner Weltanschauung keinen Anspruch auf Gerechtigkeit durch die Justiz” fragt daher Peter O. Chotjewitz im Vorwort des empfehlenswerten Buches von Corrado Stajano „Der Staatsfeind”. Das Buch ist 1976 in Wagenbachs Taschenbücherei auf deutsch erschienen und nimmt sich dem Leben und Tod von Franco Serantini auf eindrucksvolle Weise an. Autor und Übersetzer beziehen eine klare Stellung gegen die Vertuschung des Mordes aus Staatsräson, untersuchen den Tathergang, beleuchten die Hintergründe, Absichten und Interessen. Sie unterziehen die italienische und deutsche Gesellschaft jener Zeit einem heute noch erhellenden Vergleich darüber, (dies auch anhand der Ermordung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin) wie hier und dort auf die Ermordung eines Revolutionärs durch den Staat, den Polizei- und Justizapparat und die Politik reagiert wurde; wie die Medien eine solche Situation darstell(t)en und was die Reaktionen der Bevölkerung darauf waren. Ohne dieses Buch wäre der Mord und seine Hintergründe einer größeren Öffentlichkeit in den deutschsprachigen Ländern wohl bis heute unbekannt geblieben.

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Vor 100 Jahren

Februar 1922 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv:

Aufruf zur Bildung von Berufs- und Industrie-Föderationen.

Kameraden! Genossen!

Zwei Jahre sind bereits verflossen seit den Tagen, wo die deutsche syndikalistische Bewegung auf ihrem 12. Kongreß eine Prinzipienerklärung beschloß, die nicht nur hier im Lande alle klarsehenden Klassenkämpfer, sondern auch in allen Ländern, wo es Revolutionäre gibt, die auf dem Boden des antiautoritären Kommunismus stehen, mit Begeisterung erfüllte. Klar und prägnant wird in der Prinzipienerklärung ausgesprochen, welche Stellung die deutschen Syndikalisten gegen alle Autoritäten wie Staat, Kirche, Zentralapparate und Institutionen auf allen Gesellschafts- und Lebensgebieten einnimmt. Diese Klarheit der Prinzipien hat in allen Ländern der Erde bei unseren Gesinnungsgenossen freudigen Widerhall und Nachachtung gefunden. Trotz dieser Tatsachen ist aber doch zu verzeichnen, daß in Deutschland, dem Lande des Überzentralismus, es ungeheuerlich schwer ist, selbst in Kreisen der schon für die Bewegung Gewonnenen, besonders was die organisatorische Seite betrifft, den Geist der Föderation in der Praxis durchzuführen.

Modell der Arbeitsbörsen der FAUD. Von den 12 angestrebten Industrieföderationen wurden nur 6 verwirklicht.

Es ist daher noch einmal darauf zu verweisen, was die Prinzipienerklärung diesbezüglich sagt!

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