Der folgende Bericht informiert über den 20. Kongress der Internationalen Arbeiter Assoziation (IAA), der 1996 in Madrid abgehalten wurde. Die dort getroffenen Entscheidungen haben bis heute weitreichende Konsequenzen für die internationale anarcho-syndikalistische Bewegung. Der hier veröffentlichte Text ist ein Auszug aus der Broschüre „Warum IAA? – Zu den Entwicklungen in der Internationalen Arbeiter Assoziation seit 1996 – Eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Entscheidungen” von Martin Veith, die Ende 2010 erschien.
Der 20. IAA-Kongress 1996
Ende Dezember 1996 fand in Madrid der 20. Kongress der IAA statt. Nach den Statuten der IAA müssen in genau definierter zeitlicher Frist alle Anträge, die zur Entscheidung an Kongresse gegeben werden, allen Mitgliedssektionen vorliegen, damit diese sich eine Meinung zu ihnen bilden können und die jeweilige Sektion ihre Entscheidung treffen kann. Dies betrifft natürlich auch Aufnahmen und Ausschlüsse von Sektionen. Auf dem Kongress von 1996 kam es in verschiedener Weise zum Bruch mit diesen Prinzipien. Am Kongress nahmen etwa 250 Leute teil, darunter auch zahlreiche Mitglieder befreundeter Organisationen und Gruppen.
Von den Mitgliedssektionen der IAA waren anwesend: Die spanische Confederacion Nacional del Trabajo (CNT-E), die norwegische NSF (Norsk Syndikalistik Forbund), die deutsche Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union (FAU), die „Amis de la AIT“ aus der Schweiz, die Solidarity Federation (SF) als britische Sektion, die Workers Solidarity Alliance (WSA) aus den USA, die FORA (Federacion Obrera Regional Argentina) aus Argentinien sowie jeweils die beiden zerstrittenen Fraktionen der Confederation National du Travail (CNT-F) aus Frankreich (CNT-F-„Vignoles“ und CNT-F-Bordeaux) und der Unione Sindacale Italiana (USI) aus Italien (USI-AIT und USI-Roma). Nicht anwesend waren die Mitgliedssektionen Confederação Operária Brasileira (COB aus Brasilien), RRU (Rodosho Rentai Undo aus Japan) und die Anarcho-Syndicalist Federation (ASF) aus Australien.










