Solidarität mit dem tapferen Kampf der Bevölkerung und der Selbstverwaltung in Rojava gegen den Islamischen Staat

2-3Seit mehreren Wochen müssen wir miterleben, wie im kurdischen Rojava Milizen des religiös-faschistischen Islamischen Staates (ISIS) Menschen vertreiben, massakrieren, köpfen, Frauen und Mädchen verschleppen, vergewaltigen und auf Sklavenmärkten verkaufen. Sie wollen einen Gottesstaat errichten, in dem keinerlei Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung mehr vorhanden sein soll.

Die Stadt Kobanê, mittlerweile das Symbol des tapferen und entschlossenen Widerstands gegen die ISIS, erwehrt sich seit über 25 Tagen den mit hochmodernen Waffen und schweren Geschützen ausgerüsteten ISIS-Faschisten. Der türkische Staat hilft ihnen dabei, hat er doch selber ein Interesse daran, die freie emanzipatorische Gesellschaft von Rojava zerstören zu lassen.

Die Verteidigerinnen und Verteidiger Kobanês sind schlecht ausgerüstet und ermangeln schwere Waffen und Munition. Sie gleichen diese materielle Unterlegenheit mit ihrem selbstaufopfernden Kampf aus, der uns an Bilder des antifaschistischen und anarchistisch-syndikalistischen Widerstands der Arbeiterinnen und Arbeiter während des spanischen Bürgerkriegs 1936-1939 erinnert. In Kobanê und Rojava werden auch Überzeugungen verteidigt, die wir als Syndikalisten und Anarcho-Syndikalisten vertreten.

Es liegt an uns, den Arbeiterinnen und Arbeitern, den Menschen, die nicht Blind der Geschichte gegenüberstehen, den Kampf um die Verteidigung Kobanês und Rojavas zu unterstützen. Von den Staaten und Regierungen ist nichts positives an Unterstützung zu erwarten. Um unser gleichen müssen wir uns selber kümmern. Denn es ist so, wie es im „Solidaritätslied“ treffend heißt „Wer im Stich lässt seinesgleichen, lässt ja nur sich selbst im Stich“.

Für uns bedeutet das, alles in unseren Möglichkeiten stehende zu tun, die Kämpferinnen, Kämpfer und die Bevölkerung Rojavas und Kobanês zu unterstützen. Dazu gehört auch, Öffentlichkeit herzustellen. Im Betrieb und der Stadt. Darüberhinaus ist die ganze Kraft einer internationalen Solidaritätsbewegung gefordert.

Zur konkreten Unterstützung der Verteidigerinnen und Verteidiger Rojavas können für die Kampagne „Solidarität mit Rojava – Waffen für die YPG/YPJ“ Spenden getätigt werden:

Spendenkonto:
Empfänger: MD
Stichwort „Rojava“
IBAN: DE98 5005 0201 1243 1674 49
BIC: HELADEF1822

Wir rufen zur Beteiligung an den Solidaritäts-Demonstrationen und Kundgebungen für Rojava und Kobanê auf.

Schulter an Schulter gegen den Faschismus!
Hoch die internationale Solidarität mit Kobane und Rojava!

Helge Döhring, Martin Veith aus dem Institut für Syndikalismusforschung
Bremen, 11.10.2014

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