„Die Schwachen kämpfen nicht.
Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang.
Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre.
Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang.
Diese sind unentbehrlich.“ (Berthold Brecht)
Ursächlich für dieses Buch ist die Renaissance syndikalistisch-anarchistischer Jugendgruppen in Deutschland. Ihren Anfang nahmen sie im Frühjahr 2009 an Rhein und Ruhr und entfalteten eine sehr schnelle Sogwirkung. So ist zu hoffen, dass die anarcho-syndikalistische Bewegung künftig zwei Pfeiler haben wird: Eine Gewerkschaft und eine Jugendbewegung. Zur Kräftigung dieser Entwicklung ist es Anliegen dieses Buches, Geschichte und Theorie deutlich und leicht lesbar aufzuzeigen. Zum Anlaß, mich eingehender mit dem Thema zu befassen, nahm ich einen kurzen Artikel, den ich für die anarcho-syndikalistische Zeitung „Direkte Aktion“ verfasste. Ich erhielt gute Kritiken, so dass ich schnell eine Broschüre andachte, welche jedoch schon bald größere Ausmaße annahm und so zum Buch wurde. Es soll in lebendiger Weise an das Thema heranführen und aufzeigen, wie facettenreich diese Jugendbewegung war und ist. Eine besondere Herausforderung besteht darin, diese äußerst vielschichtige Jugendbewegung zusammenfassend darzustellen. Das gelingt nur, wenn ich versuche, sie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und mich ihr anzunähern.
Die Dreiteilung anarcho-syndikalistischer Schwerpunktsetzung
1. Kultur
Der Begriff „Kultur“ lässt sich im syndikalistischen Sinne am besten mit Fritz Oerter definieren: „Ich fasse unter diesem Begriff alle aktive Wirksamkeit der Menschheit zusammen, durch Hand- und Kopfarbeit der Erde und dem Leben eine möglichst große Menge von materiellen und ideellen Werten abzugewinnen, um diese allen Menschen ohne Ausnahme nutzbar und zugänglich zu machen. In der Art der ausgleichenden gerechten Verteilung oder Zugänglichkeit zu allen Kulturerrungenschaften erblicke ich den Höhen- oder den Tiefstand der Kultur […]“ (1) Rudolf Rocker erklärte in der für die syndikalistische Bewegung repräsentativen „Prinzipienerklärung des Syndikalismus“, dass der Sozialismus „letzten Endes eine Kulturfrage“ sei.
2. Ökonomie
Da sich die Wirksamkeit einer Bewegung in der Klassengesellschaft jedoch nicht nur auf Werte der Überzeugung gründen kann und das Überleben der Menschheit generell von wirtschaftlicher Produktivität abhängig ist, strukturierte sich die Bewegung als klassenkämpferische Gewerkschaft und legte damit einen weiteren Schwerpunkt auf den Sektor der Ökonomie.
3. Politik
Als Antipode zur Kultur kann der Begriff „Politik“ gelten. Strebte die syndikalistische Bewegung höher stehende kulturelle Werte und Verhaltensweisen an, so wurde sie von ihren Gegnern immer wieder auf das Feld der Politik gezwungen und musste sich damit befassen. Sie war ungeliebt, aber notwendig, genauso wie die Waffen während einer Revolution. Die syndikalistische Bewegung war politisch, weil sie antipolitisch war. Ihre Organisation und ihr Handeln waren stark politisch beeinflusst und bestimmt. Sie bewegte sich im Spannungsfeld zwischen Ablehnung und Notwendigkeit politisch motivierter Tätigkeit.
Dies sind zusammengefasst die drei zentralen Ebenen, auf die sich die Struktur dieser Ausarbeitung gründen. Neben, bzw. unter diese Begriffe lassen sich weitere wesentliche Disziplinen einreihen, welche für den Syndikalismus von hoher Bedeutung waren und sind, beispielsweise die Pädagogik, die Psychologie, soziologische und weitere Aspekte bis hin zur Juristerei, die ich in den Kapiteln immer wieder aufgreife. Die Frage nach „Jugendbewegung oder Jugendpflege“ beispielsweise, wie ich sie im Sektor „Politik“ darstelle oder mentalitätsgeschichtliche Feststellungen und Thesen, wie sie in den Interviews und Zitaten zum Ausdruck kommen, bzw. ich sie im biographischen Teil und im Schlusskapitel mit einfließen lasse. Eine umfassende Darstellung und Analyse unter spezifisch pädagogischen und sozialpsychologischen Gesichtspunkten steht noch aus. (2) Dem voran stelle ich nebst einleitender (Übersichts-) Kapitel einen geographischen Überblick, den Einblick in die Organisationsstrukturen und die Mitgliederentwicklung, sowie in Aspekte der Sozialstruktur. Für das Selbststudium zur weiteren Erschließung der benannten Aspekte ist der geordnete Buchanhang hilfreich.
Annäherung
Neben dieser klassischen Auffächerung nach ökonomischen, politischen und kulturellen Gesichtspunkten setze ich auf unterer Ebene weitere Schwerpunkte, indem ich die anarcho-syndikalistischen Jugendbewegung punktuell weiter durchleuchte und untersuche:
1. Ich betrachte den Aufbau der SAJD, ihre schwerpunktmäßigen Forderungen und Aktivitäten. Dazu zählten: Gruppen-, regionale- und Reichsorganisation, Kongresse und Tagungen. Dort sind eine Menge Basics enthalten, nach denen heute noch verfahren werden kann und sollte. Desweiteren in Stichpunkten:
Antifaschismus, Antimilitarismus, Antirepression, Auftreten – Kleidung/Namen/Symbole, Ausflüge, Betriebsarbeit, Bildung und Literatur, Blockaden, Demonstrationen, Direkte Aktion, Erwerbslosenorganisation, Freidenkertum, Gedenkfeierlichkeiten, Generalstreik, Jugendhaus, Jugendweihe, Klassenkampf – gegen Akkord- und Zwangsarbeit, Musik und Liedgut, Propaganda, Sabotage, Schulkampf – Freie Schulen, Sechs-Stundentag, Theater, Veranstaltungen.
2. stelle ich das Pressewesen vor. Im Zentrum stehen dabei die Hauptorgane „Die junge Menschheit“ und „Junge Anarchisten“. Dennoch wird systematisch allen Pressespuren der Jugendbewegung ausführlich nachgegangen und die Bedeutung für die Bewegung dargestellt.
3. wird das Ganze bereichert mit Kapiteln zur damaligen Symbolik, den Liedern, Gedichten und der rezipierten Literatur. Wie drückte die Jugendbewegung ihr Selbstverständnis, ihr Lebensgefühl aus? Was machte sie für andere Jugendliche außerhalb des weit zu fassenden Rahmens an Aktionen und Aktionsmöglichkeiten interessant? Denn auch das einfache Erscheinungsbild spielte für die Attraktivität eine große Rolle.
4. beziehe ich die Geschichte der „Schwarzen Scharen“, (eine anarcho-syndikalistische Kampforganisation gegen Nazis und andere Gegner) in die Jugendangelegenheiten mit ein. Diese waren eng mit der Jugendbewegung verwoben, die Übergänge oft fließend. Zudem ist der Einsatz gegen den Faschismus ein zentrales Thema damals wie heute, besitzt starke Anziehungskraft auf die Jugend.
5. betrachte ich die SAJD an verschiedenen Orten in den Regionen
Berlin
Hessen: Kassel
Nord-Westdeutschland: Bremen
Ostpreußen: Königsberg
Rhein-Main: Darmstadt, Frankfurt, Offenbach
Rhein- und Ruhr: Aachen, Düsseldorf, Köln, Oedt, Wuppertal
Sachsen-(Anhalt): Dresden, Leipzig, Naumburg
Schlesien: Beuthen, Ratibor
Süddeutschland: Heilbronn, Stuttgart
Thüringen: Meiningen, Sömmerda
6. findet sich hier zum ersten Mal eine umfassende Auflistung von SAJD-Gruppen mit den Jahresangaben ihrer Existenz in ganz Deutschland. Das gibt nicht nur einen anschaulichen Überblick über die Ausbreitung des Anarcho-Syndikalismus unter den Jugendlichen in Deutschland: Es korrespondiert mit den Betrachtungsebenen in harmonischer Eintracht und stützt damit die Kernergebnisse dieser Untersuchung. Im praktischen Sinne eignet sich diese Liste für weitere Recherchen zum Thema Jugend und Anarcho-Syndikalismus. Das gilt besonders für die Lokal- und Regionalforschung mit kleineren wie auch größeren Ansprüchen.
7. gehe ich auf die internationalen Ambitionen ein. Denn die Jugendbewegung in Deutschland hatte keineswegs vor, unter sich zu bleiben. Ihr boten sich im Laufe der 1920er Jahre zwei Möglichkeiten, sich auf internationaler Ebene zu organisieren. Diese stelle ich vor und zeige die Entwicklungen auf. Zudem gibt’s einen kurzen Streifzug über die syndikalistisch-anarchistischen Jugendbewegungen in Europa.
8. veranschauliche ich die individuelle Ebene der Aktivisten mittels regionenübergreifender Portraits und eines „Treffen der Generationen“ von alt- und jungaktiven aus beiderlei Sicht und gebe bisher unveröffentlichte Interviews wieder. Dadurch ist es möglich, etwas persönlichere Eindrücke von den Akteuren der Jugendbewegung zu bekommen, welche sich aus den schriftlichen Quellen nur unzureichend ablesen lassen. Das schwierige Feld der Mentalitätsgeschichte erfährt hier eine Annäherung, ein Faktor, der in der herkömmlichen Wissenschaft eher verpönt ist. In Bezug auf die Vermittlung historischer Vorgänge für die heutige Praxis ist sie als Teilbereich jedoch unverzichtbar. Auch hier zeigen sich Kontinuitäten und gravierende Veränderungen.
9. betrachte ich die Geschichte generationenübergreifend. Dazu gehe ich zeitlich von 1918 über 1933 und 1945 weiter hinaus in die Nachkriegszeit, mache Station in den 1950er, 1970er, 1990er Jahren und veranschauliche die heutige Bewegung. Hierbei kommt es auf die Herausarbeitung von Vergleichswerten an, auf das Aufzeigen von Kontinuitätslinien. Die heutige Jugendbewegung kann sich somit generationenübergreifend ihrer eigenen Geschichte bewusst werden und darauf aufbauend eigene Fragen formulieren. Sie kann dabei klassische Konfliktlinien herausfiltern, beispielsweise Jugendimmanentes von den jeweiligen Rahmenfaktoren trennen. Nicht zuletzt dient diese Zusammenfassung der optimalen Impuls- und Ideengebung für heute.
10. erörtere ich zentrale Konfliktpunkte der Jugendorganisierung. Dies dürfte für die heutige Praxis einer der entscheidenden Bereiche sein, wo es sich lohnt, sehr genau hinzuschauen. Hier liegen die Spannungsfelder, die darüber entscheiden, ob eine Bewegung anwachsen kann, oder ob sie zum Scheitern verurteilt ist. Das gilt gleichermaßen für die zahlreichen Konflikte nach außen und innen. Ich gehe hier besonders differenzierend und quellenreich vor und fördere dabei vieles zutage, was bisher verschwiegen wurde und gleichermaßen überraschend erscheint. Wiederkehrende Stichworte sind hierbei u.a.:
Kollisionen sowohl mit konkurrierenden Jugendorganisationen als auch mit der anarcho-syndikalistischen Erwachsenenbewegung, „Jugendbewegung oder Jugendpflege?“, Geschlechterfrage, Pazifismus („Gewaltfrage“), Repression (Elternhaus, Polizei, Justiz, Kirche und Kapitalisten), die Spannungsfelder zwischen Idealismus und Tageskämpfen, Romantik und Klassenkampf, Interessen- und Ideenbewegung, Revolution und Reformen, Ansprüchen und Umsetzungen, Hingabe aus Überzeugung und politischen Karrierismus, sowie zwischen proletarischer und bürgerlicher Identität, Störpersonen in den eigenen Reihen und jugendbedingte Unzulänglichkeiten. Interessant sind auch Veränderungen und Einsichten beim Übergang in die Erwachsenenbewegung, sowie für die Jahre nach 1945 aus der Perspektive der erwachsen gewordenen Aktivisten.
11. erstellte ich einen umfangreichen Anhang, der Grundsätze und Prinzipien der Organisationen erhält, deren Aufbau, die zentralen Themen/Diskussionen wiedergibt und Zeitdokumente prominenter Autoren enthält, darunter Theodor Plievier und Herbert Wehner. Was im Text zu kurz kommt, da sich die Komplexität des Untersuchungsgegenstandes nie auf alle Fragestellungen und Wünsche zurechtschneiden lässt, kann möglicherweise in diesem systematisch angelegten Apparat in Erfahrung gebracht werden.
12. gibt es bezüglich der SAJD eine zusammenfassende Schlußanalyse zu ihren historischen Wirkungsmöglichkeiten. Hier fließen schließlich alle Komponenten zusammen, um auf höherer Reflexionsebene entscheidende Eckpunkte herausfiltern und pointiert darlegen zu können.
13. formuliere ich aus den bisherigen Erfahrungen aller betrachteten Zeitabschnitte heraus Eckpunkte für eine Erneuerung der syndikalistisch-anarchistischen Jugendbewegung.
14. ist diese Ausarbeitung dennoch unter Einschluß der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart, sowie der unter 13. formulierten Eckpunkte nur ein Zwischenstand und der Fortgang der Entwicklung offen. Um den Kontinuitäten, den Möglichkeiten und den Verknüpfungen keinen deterministischen Charakter zu geben, lasse ich die aktuelle Entwicklung in der Darstellung offen. Sie hat ausschließlich kurzen und beschreibenden Charakter. Das darüber hinausgehende Profil der heutigen Jugendbewegung versuche ich greifbar offenzulegen, indem ich ausgehend von den Erfahrungswerten der Geschichte die heutigen Akteure über gezielte Interviewfragen mit einbeziehe und damit eine Wechselseitigkeit entstehen lasse. Dies soll dazu beitragen helfen, die heutige Jugendbewegung über die Vermittlung historisch-theoretischer Basics zu stabilisieren und Wirkungsmöglichkeiten aufzuzeigen, hingegen alte, klassische Fehler zu vermeiden. Dazu nötig und herausgekommen sind die hier dokumentierten Interviews mit mehreren Gruppen der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) mit grundlegenden Fragestellungen. Nicht zuletzt sind gerade die heutigen Impulse und Erfahrungen, ist die heutige Praxis auch elementar zum Verständnis von Geschichte, ein Faktum nicht nur bei Quellenmangel, den bewegungsferne Forscher nicht erkennen können. Dank umfangreicher Eigenerfahrung und Interaktion gibt’s hier die fundierte Vollversion erlebbarer und nutzbringender Geschichte, kombiniert als Wissenschaft und Praxis.
Neben diesen für die Untersuchungen elementaren Punkten hält das Buch weitere Ergebnisse bereit. Das betrifft besonders die Person Ernst Friedrich, welche in bürgerlicher Literatur und Forschung sehr positiv belegt ist. Dass dem aus anarcho-syndikalistischer Sicht zu widersprechen ist, wird hier erstmals aufgezeigt. Einen hohen Stellenwert nehmen desweiteren die Portraits später abtrünnig gewordener SAJD-Mitglieder ein, nicht weil dies die Regel war, sondern weil es sich bei diesen Personen um spätere Prominenz (Herbert Wehner), bzw. bei Paul Albrecht und Richard Thiede um sehr hohe Funktionäre der SAJD handelte. Diese und weitere angeschnittene Aspekte mögen zu weiterer Beschäftigung anregen.
Zum Buch hier
Das Buch kann bezogen werden über:
Bismarckstrasse 41a
47443 Moers
Telefon & Telefax: 02841-53731
syndikat-a(at)fau.org
Rezensionsexemplare bestellt über das:
Institut für Syndikalismusforschung
Postfach 140470
28094 Bremen
institut[a]syndikalismusforschung.info
Für Artikel und Interviews steht der Autor gerne zur Verfügung.
Schreibt zum Buch Besprechungen für Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Onlineportale, u.a.
Bitte verbreitet den Flyer, den ihr hier downloaden könnt:
Das vollständige Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Einleitung
Was ist Anarcho-Syndikalismus?
Geschichte der syndikalistisch-anarchistischen Jugendbewegung in Deutschland seit 1918 – ein Überblick
Band 1:
Die Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD)
I. Organisation
1. Struktur und Organe
Gruppengründungen und Veranstaltungen
Veranstaltungen des Gegners
Die Funktionäre des Ortsvereins und ihre Aufgaben
Die Informations-Stellen
Die Reichskongresse
Reichsferienlager
Die Presse
2. Mitgliederentwicklung und Aspekte zur Sozialstruktur
Zahlen
Proletarische Jugendbewegung
Frauen und Mädchen in der SAJD
II. Geographischer Überblick
1. SAJD in Raum und Zeit
2. Exemplarische Regionen
Berlin: Pazifismus und Schwarze Scharen
Ostpreußen: Die Betriebsbezogenen
Hessen: Ein frühes Jugendhaus
Süddeutschland: Leben und Tod
Rheinland-Westfalen: Fliesenlegerjugend und Straßenbahnblockaden
Darmstadt: Bestimmende Kraft der Gesamtbewegung
Köln: Mit Blumenkübeln und Schwarzsender gegen Nazis
Wuppertal: Feuer frei!
Schlesien: Kampf, Kampf, Kampf
Jugend-Internationale
III. Ökonomischer Sektor
1. Zentrale Forderungen und Methoden
Einheitslohn
Aufhebung von Akkordarbeit
6-Stunden-Tag
Die Direkte Aktion
Die Mittel der direkten Aktion im Betrieb
Generalstreik
2. Exemplarische Aktivitäten
Gegen das Arbeitsdienstjahr
Kapitalisten auf Seelenfang: DINTA
Schulen
IV. Kultur- und Bildungssektor
1. Auftreten und Bildung
Lieder und Gedichte
Namen und Symbole
Die Literaturrezeption der Jugend
Aus Bibliotheken und Nachlässen
2. Exemplarische Aktivitäten
Ausflüge (Schwaben)
Ausflugsziel Bakuninhütte (Meiningen)
Gedenkfeiern
Sonnenwenden
Schulentlassungsfeiern/Jugendweihe
Gegen Massensport
„Kampfbühnen“ des Syndikalismus. Die anarcho-syndikalistische Theaterbewegung
V. Politischer Sektor
1. Gegen Staatsverfassung und -propaganda
2. Verhältnis zur „Freien Gewerkschaftsjugend“
Entstehung der Arbeiterjugendbewegung in Deutschland
Stellung der SAJD zu den Jugendabteilungen der Zentralverbände
3. Verhältnis zu anderen sozialistischen Jugendverbänden
Stellung zur sozialdemokratischen „Sozialistischen Arbeiterjugend“ (SAJ)
Stellung zum Kommunistischen Jugendverband
Stellung zu den „Jungen Unionisten“
Stellung zur „Freien Jugend“ (Anarchisten)
Aktionseinheiten
4. „Jugendbewegung oder Jugendpflege?“
5. Verhältnis zur FAUD
6. Exemplarische Aktivitäten
Demonstrationen und Verrat (Leipzig/Kassel)
Antimilitarismus (Verden/Aller)
Im Visier des Staates! (Bremen)
Der rheinische Jugendwerbetag (Oedt)
Jungarbeiterversammlung (Sömmerda)
VI. Biographisches und Interviews
1. Portraits
Anni Zerr (1908-1990?) und Georg Hepp (1904-1995), Frankfurt
Heinrich Friedetzky (1910-1998), Schlesien
Herbert Wehner (1906-1990), Dresden
Paul Albrecht (1902-1985), Berlin
Richard Thiede (1906-1990), Leipzig
Wilhelm Bötzer (1902-1975), Stuttgart
2. Treffen der Generationen
Georg Usinger (1900-1990), Offenbach
Gustav Krüschedt (1912-1991), Wuppertal
Curt Moeller (1905-1986), Aachen
Karl Gültig (1906-1992), Offenbach
Hans Schmitz (1914-2007), Wuppertal
Hans Spaltenstein (1907-2003), Berlin
Wilhelm Ruff (1893-1978?), Heilbronn
Otto Wolf (1902-1943), Naumburg
3. Interviews
Interview von Helge Döhring mit Detlef Belau (Naumburg/Saale)
Interview von Helge Döhring mit der Punkband „Kackophonia“ (Darmstadt)
Interviews von Valentin Tschepego mit:
Helmut Kirschey (Wuppertal, 1913-2003)
Kurt Wafner (Berlin, 1918-2007)
VII. Defizite und Leistungen der SAJD
Ursachen des Mitgliederrückgangs
Was hat die Jugend bewirkt?
Leistungen im Kultur- und Bildungsbereich
Deutsche Anarcho-Syndikalisten im Spanischen Krieg 1936-1939
Band 2:
Jugend nach 1945 und Ausblick
1. Jugendorganisationen nach 1945
Föderation Freiheitlicher Jung-Sozialisten (FFJS), 1949-1952
Libertäre Jugend/Anarchistische Jugend, 1979
Martin Veith: Anarcho-Syndikalistische Jugend (ASJ), 1990-1993
2. Kontinuitäten in den Leistungen und Problemen der Jugend
Sozialisation
Aktion und Tradition
Bewegungsimmanente Defizite
Eckpunkte für eine Erneuerung der Jugendbewegung
Tabelle: „Stiftung Jugendtest“ – Die Jugendgenerationen im Vergleich
3. Anarcho-Syndikalistische Jugend seit 2009
Gründungen
ASJ-Berlin
ASJ-Bonn
(Über-) Regionales
Die ASJ innerhalb der Gesamtbewegung
4. Interviews mit den heutigen ASJ-Gruppen
Band 3:
Dokumente und Anhang
Dokumente
1. Allgemeines
Die Entwicklung der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands [1925]
Die Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands [1925]
Eugen Betzer: Die Notwendigkeit einer Jugendbewegung für den Syndikalismus [1926]
2. Programmatik der SAJD
Organisatorische Leitsätze der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands [1923]
Prinzipienerklärung der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend [1926]
Entwurf der programmatischen und organisatorischen Grundlage der SAJD [1928]
Resolution zum 3. Punkt der Tagesordnung der 5. ordentlichen Reichskonferenz [1925]
Unsere Stellung zur FAUD und Föd. der komm. Anarchisten und zur IAA [1925]
„Muß die Jugend für Reformen kämpfen? [1923]
SAJD: Aufgaben der arbeitenden Jugend im Klassenkampf [1932]
Friedrich Reder: Leitsätze zur Bildungsarbeit der syndikalistisch-anarchistischen Jugend Deutschlands [1923]
Karl Preiß: Kulturaufgaben der Jugend [1921]
Resolution des II. IAA-Kongress 1925 in Amsterdam
3. Strategie der SAJD
Georg Radlbeck: Entweder Organisation oder – leblose Horde! [1925]
Richard Busse: Entweder Organisation oder leblose Horde! [1925]
Max Hilse: Entweder Organisation oder – leblose Horde! [1925]
Reinhold Busch: Wir Jungen im proletarischen Klassenkampf [1925]
Hans Noll: Der Anarcho-Syndikalismus als jüngste Etappe in der Entwicklung des Anarchismus [1929]
Unsere Gegner [1923]
4. Einzelfragen
Unsere Stellung zum Faschismus [1931]
Willy Benner: Auf dem Wege zur Arbeitsdienstpflicht im Zeichen des Faschismus [1931]
Georg Radlbeck: Das Mädel in der Bewegung [1926]
„Genossin Werbeck“ (Lütgendortmund): Das Mädel in der Bewegung [1926]
Hermann George: Die Bakuninhütte [1931]
5. SAJD-nahe Organisationen
Regulativ der Anarcho-Syndikalistischen Jugendföderation Deutschlands [1927]
Vorläufige Prinzipienerklärung der Anarchistischen Jugend-Internationale [1928]
6. Prominente Autoren
Ernst Friedrich (1894-1967)
Paul Banholzer/Redaktion „Syndikalist“: Aus der Korrespondenz [1920]
Eugen Betzer: An den Pranger [1925]
Eugen Betzer/Carl, Rotsler [1926]
Rudi Schirbel: Richtigstellung [1926]
Herbert Wehner (1906-1990)
Carl Rotsler: Die Notwendigkeit eines genauen Kongreßprotokolls [1925]
Herbert Wehner: Erklärung [1925]
Carl Rotsler [1926]
Herbert Wehner: Der große Sumpf [1925]
Herbert Wehner: Bakunin führt zum Sieg! [1926]
Herbert Wehner: Der Zusammenbruch des Kapitalismus [1926]
Herbert Wehner: Der Staat ist der Feind jeder wahrhaft menschlichen Gesellschaft [1926]
Willy Arlt: Wehner der Große [1931]
Anni Geiger-Gog (1891-1945)
Wenn ich auf dem Hof den Leierkastenmann…[1923]
Anni Geiger-Gog: Gerichtssitzung im Himmel [1929]
Artur Streiter (1904-1946)
Artur Streiter: Sterben in der Todeszelle [1929]
A(rtur) Str(eiter): Ein Ruf den friedwilligen Völkern [1929]
Theodor Plievier (1892-1955)
Theodor Plievier: Masse [1922]
7. Reichstreffen und Sekretariate der SAJD
Die syndikalistisch-anarchistische Jugendbewegung (Reichskonferenz der SAJD in Sömmerda 1922)
Bericht vom 4. Reichskongress der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands. Weihnachten 1924 in Hannover
Bericht vom 5. Reichskongress der SAJD in Erfurt [1925]
Bericht vom 7. Reichskongress der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands (SAJD) in Halle am 25. und 26. Dezember 1928
Bericht vom Reichstreffen der SAJD Pfingsten 1929 in Kassel
Der 8. Reichskongreß der SAJD [1931]
Resolution des 8. Reichs-Kongresses der SAJD gegen die Arbeitsdienstpflicht [1931]
8. ASJ seit 2009
Nicht jede Jugend kann so sexy sein wie eine selbstverwaltete …
ASJ-Göttingen / Südniedersachsen
Struktur und Arbeitsrichtlinien der Anarchosyndikalistischen Jugend Berlin [2011]
Quellen und Literatur
Index: Namen, Orte, Organisationen










